über die
philippinen
Die philippinische Republik ist
die einzige christliche Nation in Asien und besitzt ein einzigartiges
Erbe malaiischer, spanischer und amerikanischer Kultur. Die
Spanier regierten die Philippinen
für 330 Jahre bis 1898, und die dabei entstandene Kultur
wirkt in mancher Hinsicht mehr lateinamerikanisch
als südostasiatisch. Spanisch wird jedoch trotz der langen
Kolonialherrschaft nur
von einem Prozent der Bevölkerung gesprochen. Allerdings
sind andere
spanische Einflüsse auf das Leben im Land
sichtbarer. Zum Beispiel sind 85 Prozent der Bevölkerung
katholisch, und die Orts- und Familiennamen sind spanisch.
Der
amerikanische Einfluss entstammt der Zeit zwischen 1901 und
1940. Haupterbe dieser Periode ist das Schulsystem nach
amerikanischem Stil und im Zusammenhang damit die
Unterrichtssprache Englisch, die heutzutage von zwei Fünfteln
der Bevölkerung als zweite Sprache gesprochen wird.
Die
Philippinen erreichten 1946, nach vier Jahren japanischer Besatzung während des
2. Weltkriegs, die volle politische Unabhängigkeit. Die Periode danach war
gekennzeichnet von wiederholten Krisen, politischen Umbrüchen,
Bauernaufständen, Studentenprotesten, kommunistischer Unterwanderung,
moslemischen Rebellionen.
Dazu kamen natürliche Katastrophen wie Taifune,
Überschwemmungen, Erdbeben und Vulkanausbrüche.
Hohe Geburtenraten verbunden mit einer großen Bevölkerungsdichte in
manchen Gegenden zeigen, dass Übervölkerung, wie in vielen anderen
Entwicklungsländern auch, ein großes
Problem darstellt.
Obwohl es seit dem 2. Weltkrieg einige wirtschaftliche Verbesserungen gab,
machte das Land nicht so große Fortschritte wie andere asiatische Staaten,
vor
allem Japan, Südkorea, Taiwan und Singapur. Andauernde Probleme in der
Politik, mit der Umwelt und in der Bevölkerung machen es
schwierig, den Wohlstand zu heben.
Ein anderes Problem stellt die völlige Exportabhängigkeit
von Rohstoffen wie Zucker, Kokosnüssen, Holz, Kupfer und
Gold dar. Länder, die solche Rohstoffe exportieren, sind
auf Gedeih und Verderb den Weltmarktpreisen ausgesetzt, auf
die sie keinen direkten Einfluss haben.
Die Abhängigkeit der Philippinen verringerte sich zwar in den
letzten Jahren etwas, aber die neuen wirtschaftlichen
Aktivitäten, wie die Textilproduktion, schaffen nur
Niedriglohn-Arbeitsplätze, die auch ungelernte Arbeiter
ausfüllen können. Der Lebensstandard der Mehrheit
verbessert sich dadurch nicht.
Die derzeitige Bevölkerungszahl der Philippinen beträgt
geschätzte 76 Millionen. 16 Prozent der Gesamtbevölkerung lebt im Großraum Manila.
Wie in allen Entwicklungsländern lebt die Mehrheit der Bevölkerung
jedoch auf dem Land bzw. an den Küsten. Sie sind
überwiegend Fischer und Bauern.
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